Mittwoch, 25. April 2018

08 Indien - ein auf und ab


Indien Teil 2 – Kashmir



Zu Anfang sind die Strassen besser als gedacht und wir komme gut voran. Die Jammu Kashmir Region ist ganz anders als das Indien, das wir kennen, sehr entspannt. Wir schlafen in nem Forestpark - schön, aber mit Regen, kommt uns irgendwie vertraut vor.

Dann haben wir mal wieder Pech - auf der Strasse nach Srinagar (das ist das mit dem See, den Bergen und den Hausbooten) kommt uns in der Kurve ein Einheimischer entgegen und rauscht frontal in unsere Vorderseite. Reifen platt, Spurstange und der vordere Querlenker sind verbogen, leichter Blechschaden. Nach ner Kurzreparatur fährt die Kiste wieder halbwegs gerade und wir landen mal wieder in einem Polizeihof. Dass der andere Schuld ist, ist klar. Die Polizei erklärt uns: Wir haben jetzt 2 Möglichkeiten: entweder wir ziehen vor Gericht und beide Fahrzeuge werden bis zur Verhandlung eingezogen (nicht witzig!!), oder wir einigen uns mit dem Gegner. Der ist arm, hat keine Versicherung, ihm gehört nicht mal das Auto. Am Ende kriegen wir vom Besitzer des Fahrzeugs 60 Euro, das wars.  Die Polizei ist sehr nett, wir werden zu einem Polizeiresthouse gebracht und bekommen dort ein kleines Häuschen, Essen, Frühstück und Hilfe bei der Reparatur. Nachdem wir kurz dachten, die Reise sei hier zu Ende, geht’s doch wieder weiter.

Irgendwie ist es zur Zeit so, dass wir wunderbare Begegnungen haben und ganz viel Unterstützung bekommen. Blöd, dass das immer dann der Fall ist, wenns mal wieder nicht rund läuft.

Am nächsten Tag fährt das Monster wieder und wir schaffen es bis Srinagar. Das Hausboot ist super, der See und die Aussicht wunderbar und wir erholen uns erstmal von dem Schock. Die nächsten Tage erkunden wir die Umgebung, wandern zu nem Tempel, machen ne Bootstour. Wir ziehen um zum Hotel Swiss, bei dem wir im Parkplatz campen können. Der Besitzer hat uns ne Adresse, wo wir unsere Karosserie ausdellen lassen können. Jetzt sieht er schon wieder ganz gut aus und den Reifen bekommen wir wahrscheinlich in Chandigarh. Alles wieder recht gut.

Da der Rotangpass noch 10-14 Tage zu ist, können wir nur in RT Leh fahren und dann wieder umdrehen. Erste Station dorthin ist Sonemarg. Auf 2700m ist es eigentlich recht warm, nur nachts geht es auf die Null Grad zu. Standheizung tut und wir schlafen super. Hier hats schneebedeckte Berge und wir machen die obligatorische Wanderung zum Gletscher. Es ist so ruhig und schön, dass wir 2 Nächte bleiben. Die Strasse nach Leh ist nach frischem Schneefall auch wieder gesperrt und so entscheiden wir uns umzudrehen. Die Lehr – Ladakh – Rotangpassrunde muss warten und macht definitiv im Sommer mehr Sinn.

Jetzt geht’s RT Süden und nach Nepal. Es bleibt spannend.

Lg an euch alle. Wenn ihr Zeit und Lust habt freuen wir uns auch über Infos von zu Hause.


Nomaden beim Umzug


der Unfall

die Hausboote am Dalsee bei Srinagar

eine Moschee - wunderschöner Holzbau

das Gerüst am Minarette

Workshop

ein echter Künstler - die Form ist fast wie zuvor


Bootstour auf dem Dalsee und seinen Kanälen




der Gletscher in Sonemarg (RT Leh) auf 2700m Höhe

viele Inder kennen keinen Schnee - hier im Urlaub beim Rodeln














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