Pakistan
Teil 2 – Drama über Drama
Mit
Eskorte geht’s weiter von Polizeistopp zu Polizeistopp. Plötzlich werden wir an
einer Polizeistation weitergewunken – Eskorte weg?? 2 weitere Stationen – wir
werden durchgewunken. Zuvor hatten sie uns gesagt, wir seien aus Belutschistan
raus, hier sei alles ok. Als es dunkel wird, suchen wir uns einen Schlafplatz
hinter einem Hügel nicht weit der Straße.
Dann
nimmt das Drama seinen Lauf: Nachts um 1 Uhr kommt ein Auto – kurz darauf sind
wir umringt von Polizei und Militärfahrzeugen. Sie sagen, sie hätten 7 Stunden
nach uns gesucht?? Wir müssen zusammenpacken, fahren ne Stunde bis in einen
Hotelhof: Info: wir müssen morgen auf einen Obersten aus Quetta warten.
Am
nächsten Morgen werden wir dann einzeln befragt und können glaubhaft erklären,
dass nicht wir der Polizei weggefahren sind, sondern die Polizei uns
aufgefordert hat weiterzufahren und wir gar nicht wissen konnten, dass das hier
nicht erlaubt ist.
Dann
wird’s ganz schräg: ein Polizist drückt uns sein Handy in die Hand – es sei jemand
von der deutschen Botschaft dran – ist aber jemand von der deutschen
Presseagentur. Wir sind sehr zurückhaltend mit Auskünften, sagen dass wir alle
ok sind, mehr nicht, weil wir wollen die pakistanische Polizei nicht
bloßstellen. Doch was passiert dann: in der deutschen Presse erscheinen reihenweise
Artikel, in denen steht, wir seien der Polizei abgehauen und hätten uns „in den
Bergen??!!“ versteckt und dadurch eine panische Suchaktion von Hundertschaften
ausgelöst. Jetzt gibt es einen riesigen Shitstorm über uns im Netz – super!!
Mittags
geht es dann wieder mit Eskorte weiter. Um es kurz zu machen – die meiste Zeit
bis Lahore werden wir eskortiert. Endlich in Lahore angekommen fahren wir zu
einem wundervollen Nachtplatz: mitten im Ort ist eine christliche Kathedrale
mit großem Innenhof. Pater John Joseph empfängt uns super nett, sagt wir seien
sehr willkommen und können so lange stehen wie wir wollen.
Zu
früh gefreut – schon Stunden später kommt die Polizei und will uns bewachen und
am nächsten Tag werden wir aufgefordert, den Hof zu verlassen, sei alles zu
gefährlich und wir zu auffällig. Hier beschließen wir das Projekt Pakistan
abzubrechen. Aktuell ist das Reisen hier wohl zu gefährlich, die Angst der
Polizei zu groß. Sehr schade.
Zum
Abschluss sehen wir uns noch die spektakuläre Grenzzeremonie an. Müsst ihr mal
im Netz schauen (Grenzzeremonie Wahga-Border) – ein riesiges Spektakel, sehr
witzig.
Mal
sehen was jetzt in Indien auf uns wartet.
Abendessen
Da relativieren sich unsere Sorgen und Probleme





Meine Freunde die Flüchtlinge vor der Polizei...
AntwortenLöschenich nenne euch nur noch Bonny und Clyde.
Gruß,
Matz
Und wer die Atikel sucht:
AntwortenLöschenhttps://www.derwesten.de/panorama/deutsche-touristen-loesen-riesige-suchaktion-in-pakistan-aus-id213925287.html
http://www.faz.net/agenturmeldungen/dpa/aufregung-um-kurzzeitig-verschwundenen-touristen-in-pakistan-15527231.html
Gruß,
Matz
Total schräg. Die Artikel sind leicht zu finden, steht ja überall drin :-)
AntwortenLöschenWahnsinns Bilder. Weiterhin tolle Erlebnisse und wenn es geht, ohne Polizei
Viele Grüße
ClauTi
Hi, bin gerade durch den Beitrag im Sahara Info auf Euch aufmerksam geworden. Tolle Reisen !Grüße PETER:
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