Freitag, 13. April 2018

06 - Pakistan - gogogo


Pakistan Teil 2 – Drama über Drama



Mit Eskorte geht’s weiter von Polizeistopp zu Polizeistopp. Plötzlich werden wir an einer Polizeistation weitergewunken – Eskorte weg?? 2 weitere Stationen – wir werden durchgewunken. Zuvor hatten sie uns gesagt, wir seien aus Belutschistan raus, hier sei alles ok. Als es dunkel wird, suchen wir uns einen Schlafplatz hinter einem Hügel nicht weit der Straße.



Dann nimmt das Drama seinen Lauf: Nachts um 1 Uhr kommt ein Auto – kurz darauf sind wir umringt von Polizei und Militärfahrzeugen. Sie sagen, sie hätten 7 Stunden nach uns gesucht?? Wir müssen zusammenpacken, fahren ne Stunde bis in einen Hotelhof: Info: wir müssen morgen auf einen Obersten aus Quetta warten.

Am nächsten Morgen werden wir dann einzeln befragt und können glaubhaft erklären, dass nicht wir der Polizei weggefahren sind, sondern die Polizei uns aufgefordert hat weiterzufahren und wir gar nicht wissen konnten, dass das hier nicht erlaubt ist.



Dann wird’s ganz schräg: ein Polizist drückt uns sein Handy in die Hand – es sei jemand von der deutschen Botschaft dran – ist aber jemand von der deutschen Presseagentur. Wir sind sehr zurückhaltend mit Auskünften, sagen dass wir alle ok sind, mehr nicht, weil wir wollen die pakistanische Polizei nicht bloßstellen. Doch was passiert dann: in der deutschen Presse erscheinen reihenweise Artikel, in denen steht, wir seien der Polizei abgehauen und hätten uns „in den Bergen??!!“ versteckt und dadurch eine panische Suchaktion von Hundertschaften ausgelöst. Jetzt gibt es einen riesigen Shitstorm über uns im Netz – super!!



Mittags geht es dann wieder mit Eskorte weiter. Um es kurz zu machen – die meiste Zeit bis Lahore werden wir eskortiert. Endlich in Lahore angekommen fahren wir zu einem wundervollen Nachtplatz: mitten im Ort ist eine christliche Kathedrale mit großem Innenhof. Pater John Joseph empfängt uns super nett, sagt wir seien sehr willkommen und können so lange stehen wie wir wollen.



Zu früh gefreut – schon Stunden später kommt die Polizei und will uns bewachen und am nächsten Tag werden wir aufgefordert, den Hof zu verlassen, sei alles zu gefährlich und wir zu auffällig. Hier beschließen wir das Projekt Pakistan abzubrechen. Aktuell ist das Reisen hier wohl zu gefährlich, die Angst der Polizei zu groß. Sehr schade.



Zum Abschluss sehen wir uns noch die spektakuläre Grenzzeremonie an. Müsst ihr mal im Netz schauen (Grenzzeremonie Wahga-Border) – ein riesiges Spektakel, sehr witzig.



Mal sehen was jetzt in Indien auf uns wartet.

Abendessen

Da relativieren sich unsere Sorgen und Probleme





Die Kathedrale in Lahore - ein Ort der Ruhe  - ein wundervoller Nachplatz


wir bekommen eine Kirchenführung - kurz danach müssen wir den Platz verlassen


 
Die Grenzzeremonie - ein großes Spektakel zwischen Paki und Indien. Das ist die Pakitribüne.



Begeisterter Jubel, angefeuert von Trommeln und Fahnenschwingern


Hoch das Bein - alles ist sehr theatralisch - aber durchaus auch freundlich und witzig, nicht aggressiv


Jetzt schließt die Türe - Inder und Pakis holen ihre Fahnen ein und schließen ab


Am nächsten Tag - Spektakel vorbei, Grenze offen, wir sind fast alleine.
Auf nach Indien!!

4 Kommentare:

  1. Meine Freunde die Flüchtlinge vor der Polizei...

    ich nenne euch nur noch Bonny und Clyde.

    Gruß,
    Matz

    AntwortenLöschen
  2. Und wer die Atikel sucht:

    https://www.derwesten.de/panorama/deutsche-touristen-loesen-riesige-suchaktion-in-pakistan-aus-id213925287.html

    http://www.faz.net/agenturmeldungen/dpa/aufregung-um-kurzzeitig-verschwundenen-touristen-in-pakistan-15527231.html

    Gruß,
    Matz

    AntwortenLöschen
  3. Total schräg. Die Artikel sind leicht zu finden, steht ja überall drin :-)

    Wahnsinns Bilder. Weiterhin tolle Erlebnisse und wenn es geht, ohne Polizei

    Viele Grüße
    ClauTi

    AntwortenLöschen
  4. Hi, bin gerade durch den Beitrag im Sahara Info auf Euch aufmerksam geworden. Tolle Reisen !Grüße PETER:

    AntwortenLöschen