Sonntag, 23. Januar 2011

13. Auf nach Happy Hippie Land und dem Ziel unserer Reise > Goa (25.12.2010 - 23.01.2011)

Nachdem wir Panschgani verlassen und uns noch am Wegesrand mit frischen Erdbeeren eingedeckt haben, gab es nur noch ein Ziel, endlich wieder Meer, Strand und Palmen erleben. Daher führte uns unser Weg nicht auf dem direkten Weg nach Goa. Wir bevorzugten den Weg westwärts um nach mehr als 4 Monaten erstmals wieder ans Meer zu gelangen. Weiter ging es dann auf der kleinen Küstenstraße NH4 langsam Richtung Goa. Auf der Küstenstraße hatten wir zwar entgegen der normalen indischen Verkehrsverhältnisse kaum andere störende Verkehrsteilnehmer, jedoch blieb aufgrund von fehlenden Fähren und ständigen Umleitungen und der an die Landschaft konsequent angepaßten Straßenführung der Schnitt bei den gewohnten 25-40Km/h. Immer noch im Staat Maharashtra haben wir abseits der Touristenhochburgen einsame Strände gefunden, bevor es uns dann unaufhaltsam ins legendäre Hippie- und Partyeck von Indien gespült hat.

GOA. Auf unserer Homepage als Ziel in Indien angegeben, war es doch zunächst nur eine willkürliche Wahl gewesen. Nun ist es aber tatsächlich unser südlichster Reisepunkt geworden. Die Verlängerung unserer Visa von 3 auf 4 Monate wurde abgelehnt und so müssen wir uns nach der Zeit in Goa um die Verschiffung kümmern und ausreisen. Doch zunächst bleibt noch genug Zeit.

Unser 1. Stop in Goa ist Arambol wo wir nach langem Suchen einen Stellplatz auf der Düne gefunden haben (es geht einfach nichts über eine sandige Düne und Palmen als Nachtplatz!). Vor uns ein nettes Restaurant direkt am Meer und hinter uns ein Yoga-Zentrum welches fest in russischer Hand ist. Nach 2 Tagen ging es dann zu unserem südlichsten Punkt unserer Reise, Agonda mit seinem sagenumwobenen Overlanderstellplatz. Unglaublich, nachdem wir auf der Reise nur wenige Touristen und fast keine mit Fahrzeug getroffen haben, auf einmal ein Platz am Strand mit zunächst 13, später sogar über 20 Overländerautos. Den Schock, auf einmal von lauter Gleichgesinnten umgeben zu sein, mussten wir erst mal überwinden, doch nach 2-3 Tagen ist es richtig klasse und wir mußten aufpassen, um nicht so sehr die Zeit zu vergessen, daß wir noch rechtzeitig abreisen. Gemeinsames Essen gehen, Ausflüge auf den Fischmarkt, Grillabende am Feuer und stundenlanges Gequatsche über all die verschiedenen Routen, Erlebnisse, Erfahrungen, genial…Und alles überwiegend deutschsprachig: Deutsche, vor allem in Riesenkisten, Schweizer in den kleineren, ein paar Österreicher und nur wenige Engländer und Franzosen. Und wir, die einzigen Deutschen ohne Laster oder Wohnmobil, mit dem kleinsten Fahrzeug am Platz!! (Das wir das Tollste, Gemütlichste und Schönste haben, brauchen wir ja nicht zu erwähnen)

Nach 2 Wochen hieß es dann Abschied nehmen und uns, wieder auf uns alleine gestellt, aufzumachen zu unserem letzten Ziel in Indien: Mumbai, um dort unser Monster auf den Heimweg zu schicken. Das Ganze natürlich nicht ohne noch in Old Goa einen Stop einzulegen und an „unseren“ Stränden vom Herweg noch ein bißchen Abschied zu nehmen von Indien und dem entspannten Reisen mit dem eigenen Dach überm Kopf.

Indien > over and out. Oder der ganz normale Wahnsinn einer indischen Millionenstadt. Nachdem das Eintüten wieder erwarten ohne Probleme binnen 2 Tagen erledigt war, hatten wir noch Zeit uns Mumbai das Moloch aus Menschen, Autos, Lärm und Gestank genauer anzusehen. Freundlicherweise konnten wir in einem Appartement (von der Firma mit denen Didi’s Firma Geschäfte macht) in einem Randgebiet Mumbais übernachten. Um von dort ins Zentrum zu gelangen, gab es nur eine ernsthafte Möglichkeit, den Nahverkehrszug. Ein Erlebnis der besonderen Art, vor allem in der Rush Hour. Die 1. Hürde besteht darin, überhaut noch in den Zug rein zu kommen, um dann festzustellen, daß selbst gefrorene Hühner in der Kühltruhe mehr Platz haben. Mumbai down town ist fein herausgeputzt und es erinnert ein bißchen an London unter Palmen, mit ohne Regen. Natürlich durfte auch nicht der Ausflug nach Elephant Island fehlen, deren Höhlen im Vergleich zu Ellora und Ajanta eher armselig wirken.

Leider mußte Didi nochmals für einen Tag nach Puna, um ähnlich einer tibetischen Gebetsmühle mal wieder dienstlich den Erklärbär zu spielen, bevor wir uns dann, nur mit Rucksack bepackt, in Richtung Thailand aufgemacht haben.
Nach 21/2 Monaten, kann man sich nur dem Slogan des indischen Tourismusverbands anschließen.
INCREDIBAL INDIA
Warum fällt uns der Abschied bloß so schwer?

Frühstücksgäste: jetzt warn mal keine Menschen da...

Einer geht noch ...

Fatamorgana: einsamer Strand in Indien?!
Tropical
Fishermen
Wenn der Eismann 2-mal klingelt
Der Beweis: wir sind nicht die Einzigen - Overlander in Goa
Tempel auf Rädern
Fischmarkt in Goa -
oder doch lieber Gemüse?
Welches ist das schönste und kleinste Fahrzeug??
Incredible India: Christkind im Barbiekleid??
Beweisphoto - Mission possibe: Schorndorf - Goa!!
Der Bahnhof in Mumbai - wer hat das Design wohl entworfen?
Warum Didi wohl keinen so leckeren Kaffee wollte?
Scharfmacher
So froh: das Monster passt rein - so traurig: wir werden es soooooo vermissen!
Da hatten wir es im Monster doch viel schöner!!

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