Zurück in Indien ist auf einmal alles viel einfacher, wir wissen was uns erwartet und werden doch einmal mehr überrascht – und zwar positiv: die Straßen weiter südlich und vor allem in Rajastan sind (für indische Verhältnisse) super. Wir konnten unsere Durchschnittsgeschwindigkeit auf unglaubliche 60 – 70 km/h hochschrauben und die Tachonadel zeigte manchmal für kurze Zeit schwindelerregende 100km/h an: Indische Schallgeschwindigkeit!! Die Leute halten mehr Abstand und es ist nicht ganz so bevölkert. Ihr seht schon, wir geraten langsam ins Schwärmen – und das nicht nur wegen des Verkehrs!
Varanassi – die heilige Stadt am Ganges ist Indien pur. Hier werden am Fluß 24 Stunden lang öffentlich Leichen verbrannt (das soll die Tür ins Nirvana schneller öffnen), es werden religiöse Zeremonien gefeiert, Gläubige baden im überdreckigen Ganges (von dem sie reinigende Wirkung erwarten und sie sind überzeugt, dass „Mama Ganga“ stehts rein ist). Es ist wieder mal voll, laut, dreckig, Leben und Sterben, Gläubige und Touris,.. Absolut faszinierend – und nur zu ertragen, wenn man einen Rückzugspunkt hat. Wir hatten einen super Stellplatz, ein edles Hotel, das Overlander auf dem Parkplatz übernachten lässt – warme Duschen und einen super Pool.
Dann auf zu dem Highlight: Taj Mahal in Agra. Das Monument ist wirklich der Hammer. Es sieht nicht nur von Weitem sondern auch von Nahem perfekt aus, es spiegelt sich im Wasserbecken und das fahle Morgenlicht hat uns entschädigt, sind wir doch schon um 5.30 Uhr ausgestanden um den Sonnenaufgang dort zu erleben. Die Kehrseite, die vielen nervigen Händler, die einem kaum von der Seite weichen, die uns aber auch sehr berührt haben, spürt man doch z.T. wie verzweifelt sie darauf angewiesen sind, Geschäfte zu machen, um über die Runden zu kommen.
Und dann Rajastan: unglaublich schöne Orte mit Forts, tollen Altstädten, Tempeln, Seen, Palästen und nicht zu vergessen: mit Wüste. In seiner Größe ist das Sanddünenfeld wahrscheinlich mit dem des Erg Chebbi in Marokko zu vergleichen und ähnlich bevölkert. Das Kamelaufkommen pro Düne ist kaum zu toppen. Doch wir haben endlich mal den Vierradantrieb gebraucht, haben das Gebiet umrundet und nen tollen einsamen Nachtplatz in den Dünen gefunden. Von unserem Platz aus haben wir uns in Saharasphären phantasiert – und so getan, als wäre das Gebiet unendlich und wir ganz allein! Genial!
Und auch sonst haben wir in Rajastan tolle Bushcampingplätze entdeckt – konnten in Ruhe stehen, kochen, schlafen. Endlich! Weiter im Touriprogramm gings über Udaipur – der anscheinend romantischsten Stadt Indiens – die am See liegt und von einer Hügellandschaft eingerahmt ist. Und immer weiter RT Süden zu den Höhlen von Ajanta und Ellora. Hier sind hinduistische, buddhistische und jainistische Tempel und Klöster in den Fels gehauen.
Von dort aus nach Poona, wo Didi eine Firma besuchte, die mit Hirth arbeitet. Großstadt halt. Aber lustig zu sehen, dass immer noch „erleuchtete“ westliche Baghwananhänger in roten Kutten um den Osho-Ashram herum unterwegs sind. Jetzt sind wir hier in Panchgani – ein weiteres Gleitschirmparadies. Auf dem Ecocamping umrundet von Hügeln und mit Blick auf den See verbringen wir Weihnachten mit Urs, bevor sich unsere Wege trennen und er nach Nepal und wir nach Goa weiterziehen.
Der nächste und wohl letzte Indienbericht folgt dann von dort.
Euch allen wunderschöne frohe Weihnachtstage, kommt gut ins neue Jahr!!
Liebe Grüße von Heidi (still on tour)
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| Varanassi, leben.... |
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| .... und sterben am Ganges |
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| Im Schatten des Taj Mahal: Red Fort in Agra |
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| Here we are! |
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| Morgenstimmung am Taj Mahal |
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| Gefangen hinter schöner Fasade: Harem in Jaipur |
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| Wer dachte Barockkirchen seien kitschig? |
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| Rajputen-Architektur vom feinsten |
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| Incredible India |
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| Flying Elephant |
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| Incredible India II |
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| Haveli in Jaisalmer |
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| Rajastan > with Sahara feeling |
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| Shop is open! |
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| Affengeil |
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| Beam me up |
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| Romantik in Udaipur |
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| Slow traffic |
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| Ajanta I: Ca. 2000 Jahre alte Höhlenmalereien |
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| Ajanta II: Hinduistische Hölhlentempel |
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| Ellora: Khailash Höhlentempel, größtes monolitisches Bauwerk der Welt |
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| Happy Christmas |
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