Wer nur Nepal kennt, wird sich Fragen wie man in einem solchen Land in dem es keine erkennbare Ordnung gibt eine Auszeit in Form von Ruhe und Einsamkeit finden will.
Wer jedoch den 24 Stunden andauernden Supergau in Indien kennt weiß was wir meinen. Nach nur 14 Tagen waren wir bereits reif für die „Insel“. Der Grenzübertritt bei Banbasa dauerte auf der indischen Seite etwas länger, da an diesem Morgen nur Grenzbeamte ohne Entscheidungsbefugnis Dienst hatten und mit unserer Ausnahmegenehmigung bezüglich Wiedereinreise nichts anfangen konnten. Was folgt war wie immer das gleiche Spiel, Unter ruft Ober an zu kommen (1h). Ober ist sich auch nicht sicher und muß erst beim Ober-Ober telefonisch nachfragen ob das so i.O. geht (45min). Dann wieder alles zurück nach unten und Unter kann die Ausreise im Paß eintragen (30min). Im Gegensatz dazu öffnete sich der Schlagbaum nach Nepal nach nur 40min. inklusive Carnet abstempeln und Visumerteilung.
Danach kam auch schon die Belohnung in Form von guten Straßen auf denen weniger los ist und unsere Tachonadel kletterte zum Teil auf atemberaubende 90Km/h. Dies sollte sich schlagartig ändern von Butwal nach Pokara. Diese landschaftlich sehr schöne Strecke ist zwar nur 160Km, was sich jedoch bei einem Schnitt von 30Km/h in die Länge ziehen kann da sich Kurve an Kurve reiht. Auf jeden Fall hatte Heike am nächsten Tag noch Muskelkater von der vielen Kurbelei.
Únser Ziel, Pokara Campside 7Km Nördlich am oberen Seeende ist Treffpunkt von Overlandern aus aller Welt! Auf dem Weg dorthin, haben wir Wetten abgeschlossen, wieviel Gleichgesinnte wir wohl antreffen. Heike hat war am dichtesten dran mit 2 Fahrzeugen. 2 Franzosen mit einem Mercedes 207 und 2 Deutsche (Ursel und Janosch) aus Mannheim mit ihrem VW T3 (Ja Peter ein T3 schafft es bis Nepal, T4’s haben wir bis Heute noch keine gesehen). Zusammen hatten wir einige schöne Tage. Leider habe ich mir eine Erkältung eingefangen, so daß unser Touriprogramm sich auf Siteseeing und kleinere Wanderungen begrenzt hat. Ein absolutes muß für jeden Steakfan ist das Pokara Steak House. War so lecker nach all dem indischen Essen, daß wir dort gleich 2x zu Abend gegessen haben.
Nach 4 Tagen warten auf wolkenfreien Himmel, haben wir aufgegeben uns sind abends noch auf den Sarankot hochgefahren, um am nächsten Morgen den Sonnenaufgang mit Blick auf Annapurna und Nachbarn zu sehen. Nach erneutem Einsatz unserer Standheizung hatten wir auf 1800m eine mollig warme Nacht. Das frühe Aufstehen (5.30 Uhr) wurde belohnt mit einem grandiosen Sonnenaufgang mit erstklassiger Fernsicht. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es dann den Berg hinunter und auf die Piste nach Kathmandu.
Auf halbem Weg haben wir noch das von mehreren Reiseführern genannte szenische Bergdorf Bandipur besucht. Trotz Touripogo immer noch nett und malerisch gelegen. Leider sind wir, wie so oft auf dieser Tour, mal wieder in die Nacht gekommen, obwohl wir uns jedesmal schwören, daß wir das nicht mehr wieder machen. Naja wie auch immer, der Verkehr in Katmandu ist bei Tag bereits eine Qual, aber nachts bekommt das Ganze noch eine Steigerung. Aber dank GPS und einer Hoteladresse bei der man auf dem Parkplatz stehen kann, verliert auch so eine Aktion ihren schrecken und wir sind pünktlich um 8Uhr zum Abendessen im Hotel Vajra eingelaufen. Das Tal von Katmandu ist voll von Tempeln und alten Palastanlagen inmitten einer tobenden „Großstadt“ und nach 3 Tagen haben wir auch den für uns interessanten Part davon gesehen. Zwischendurch haben wir uns noch mit Sabine aus Lorch zu einem Kaffee getroffen, sie betreibt in Katmandu mit ihrem Freund eine Reiseagentur und hat uns mit Tips und Infos versorgt. Unter anderem mit einem tollen Stellplatz auf dem Nagarkot (Aussichtspunkt 40Km nordöstlich von Katmandu). Auch hier mußte die Standheizung die fehlenden Grade zu Heikes Wohlfühltemperatur ausgleichen und nach einer sternenklaren, kalten Nacht wurde unser frühes Aufstehen belohnt durch einen phantastischen Sonnenaufgang mit Blick auf die 7- und 8-Tausender des Himajala.
Leider gibt es nur eine Straße aus dem Katmandutal heraus in Richtung Süden und die führt erneut direkt durch Katmandu hindurch, was uns auch auf Grund unserer Suche nach Frostschutzmittel einige Zeit und Nerven gekostet hat. Da unser nächster Viewpoint Daman sein soll, waren wir gottfroh, als wir die Hauptroute verlassen und uns auf eine kleine kurvenreiche Bergstrecke begeben konnten.
Nachdem wir uns über 2 Pässe von 900m auf 2400m hinaufgeschraubt haben wurden wir zwar mit dem wohl beeindruckendsten aller Himalaya Panoramen belohnt, jedoch gestaltete sich die Nachtplatzsuche zum Problem, da Daman weder über Stellmöglichkeiten noch über adäquate Unterkünfte verfügt. Zum Glück durften wir an einem Resort in der Einfahrt übernachten mit direktem Blick auf die Berge. Am nächsten Morgen ging es dann in einer wilden Bergabfahrt hinunter in die Ebene auf nur noch 60m ü.M. Richtung Indische Grenze immer mit der Ungewißheit, ob uns die Inder mit unsere Außnahmegenehmigung wieder in ihr Land lassen.
Aber wie so oft, waren die Bedenken unbegründet und nachdem wir auf der nepalesischen Seite zuerst mal am Zoll vorbeigedonnert sind und es mehrere Anläufe gebraucht hat jemanden zu finden, der wußte was man mit einem Carnet machen muß, waren wir nach 2h durch das Aus- und Einreiseprozedere durch und wir durften zurück ins Chaos.
Soviel zu Nepal die 1., denn wir haben uns vorgenommen auf jeden Fall noch mal wieder zu kommen.
Wer jedoch den 24 Stunden andauernden Supergau in Indien kennt weiß was wir meinen. Nach nur 14 Tagen waren wir bereits reif für die „Insel“. Der Grenzübertritt bei Banbasa dauerte auf der indischen Seite etwas länger, da an diesem Morgen nur Grenzbeamte ohne Entscheidungsbefugnis Dienst hatten und mit unserer Ausnahmegenehmigung bezüglich Wiedereinreise nichts anfangen konnten. Was folgt war wie immer das gleiche Spiel, Unter ruft Ober an zu kommen (1h). Ober ist sich auch nicht sicher und muß erst beim Ober-Ober telefonisch nachfragen ob das so i.O. geht (45min). Dann wieder alles zurück nach unten und Unter kann die Ausreise im Paß eintragen (30min). Im Gegensatz dazu öffnete sich der Schlagbaum nach Nepal nach nur 40min. inklusive Carnet abstempeln und Visumerteilung.
Danach kam auch schon die Belohnung in Form von guten Straßen auf denen weniger los ist und unsere Tachonadel kletterte zum Teil auf atemberaubende 90Km/h. Dies sollte sich schlagartig ändern von Butwal nach Pokara. Diese landschaftlich sehr schöne Strecke ist zwar nur 160Km, was sich jedoch bei einem Schnitt von 30Km/h in die Länge ziehen kann da sich Kurve an Kurve reiht. Auf jeden Fall hatte Heike am nächsten Tag noch Muskelkater von der vielen Kurbelei.
Únser Ziel, Pokara Campside 7Km Nördlich am oberen Seeende ist Treffpunkt von Overlandern aus aller Welt! Auf dem Weg dorthin, haben wir Wetten abgeschlossen, wieviel Gleichgesinnte wir wohl antreffen. Heike hat war am dichtesten dran mit 2 Fahrzeugen. 2 Franzosen mit einem Mercedes 207 und 2 Deutsche (Ursel und Janosch) aus Mannheim mit ihrem VW T3 (Ja Peter ein T3 schafft es bis Nepal, T4’s haben wir bis Heute noch keine gesehen). Zusammen hatten wir einige schöne Tage. Leider habe ich mir eine Erkältung eingefangen, so daß unser Touriprogramm sich auf Siteseeing und kleinere Wanderungen begrenzt hat. Ein absolutes muß für jeden Steakfan ist das Pokara Steak House. War so lecker nach all dem indischen Essen, daß wir dort gleich 2x zu Abend gegessen haben.
Nach 4 Tagen warten auf wolkenfreien Himmel, haben wir aufgegeben uns sind abends noch auf den Sarankot hochgefahren, um am nächsten Morgen den Sonnenaufgang mit Blick auf Annapurna und Nachbarn zu sehen. Nach erneutem Einsatz unserer Standheizung hatten wir auf 1800m eine mollig warme Nacht. Das frühe Aufstehen (5.30 Uhr) wurde belohnt mit einem grandiosen Sonnenaufgang mit erstklassiger Fernsicht. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es dann den Berg hinunter und auf die Piste nach Kathmandu.
Auf halbem Weg haben wir noch das von mehreren Reiseführern genannte szenische Bergdorf Bandipur besucht. Trotz Touripogo immer noch nett und malerisch gelegen. Leider sind wir, wie so oft auf dieser Tour, mal wieder in die Nacht gekommen, obwohl wir uns jedesmal schwören, daß wir das nicht mehr wieder machen. Naja wie auch immer, der Verkehr in Katmandu ist bei Tag bereits eine Qual, aber nachts bekommt das Ganze noch eine Steigerung. Aber dank GPS und einer Hoteladresse bei der man auf dem Parkplatz stehen kann, verliert auch so eine Aktion ihren schrecken und wir sind pünktlich um 8Uhr zum Abendessen im Hotel Vajra eingelaufen. Das Tal von Katmandu ist voll von Tempeln und alten Palastanlagen inmitten einer tobenden „Großstadt“ und nach 3 Tagen haben wir auch den für uns interessanten Part davon gesehen. Zwischendurch haben wir uns noch mit Sabine aus Lorch zu einem Kaffee getroffen, sie betreibt in Katmandu mit ihrem Freund eine Reiseagentur und hat uns mit Tips und Infos versorgt. Unter anderem mit einem tollen Stellplatz auf dem Nagarkot (Aussichtspunkt 40Km nordöstlich von Katmandu). Auch hier mußte die Standheizung die fehlenden Grade zu Heikes Wohlfühltemperatur ausgleichen und nach einer sternenklaren, kalten Nacht wurde unser frühes Aufstehen belohnt durch einen phantastischen Sonnenaufgang mit Blick auf die 7- und 8-Tausender des Himajala.
Leider gibt es nur eine Straße aus dem Katmandutal heraus in Richtung Süden und die führt erneut direkt durch Katmandu hindurch, was uns auch auf Grund unserer Suche nach Frostschutzmittel einige Zeit und Nerven gekostet hat. Da unser nächster Viewpoint Daman sein soll, waren wir gottfroh, als wir die Hauptroute verlassen und uns auf eine kleine kurvenreiche Bergstrecke begeben konnten.
Nachdem wir uns über 2 Pässe von 900m auf 2400m hinaufgeschraubt haben wurden wir zwar mit dem wohl beeindruckendsten aller Himalaya Panoramen belohnt, jedoch gestaltete sich die Nachtplatzsuche zum Problem, da Daman weder über Stellmöglichkeiten noch über adäquate Unterkünfte verfügt. Zum Glück durften wir an einem Resort in der Einfahrt übernachten mit direktem Blick auf die Berge. Am nächsten Morgen ging es dann in einer wilden Bergabfahrt hinunter in die Ebene auf nur noch 60m ü.M. Richtung Indische Grenze immer mit der Ungewißheit, ob uns die Inder mit unsere Außnahmegenehmigung wieder in ihr Land lassen.
Aber wie so oft, waren die Bedenken unbegründet und nachdem wir auf der nepalesischen Seite zuerst mal am Zoll vorbeigedonnert sind und es mehrere Anläufe gebraucht hat jemanden zu finden, der wußte was man mit einem Carnet machen muß, waren wir nach 2h durch das Aus- und Einreiseprozedere durch und wir durften zurück ins Chaos.
Soviel zu Nepal die 1., denn wir haben uns vorgenommen auf jeden Fall noch mal wieder zu kommen.
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| Das etwas andere Nepal |
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| Anapurnamassiv am Morgen vom Sarangkot bei Pokara |
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| Übernachtungsplatz mit Aussicht (Nagarkot bei Kathmandu) |
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| Abendlicher Blick von Daman aus auf den Himalaya I |
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| Abendlicher Blick von Daman aus auf den Himalaya II |
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| Abendlicher Blick von Daman aus auf den Himalaya III |
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| Und noch ein Bild mit Bergen drauf |
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| Die Augen Buddhas auf der Stupa in Swayambhunath I |
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| Stupa in Swayambhunath (Kathmandu) |
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| Stupa in Boudhanath |
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| Stupa in Boudhanath |
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| Pilger in Kathmandu |
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| Om |
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| Hanuman, einer von ca. 1,3 Millionen Götter im Hinduismus |
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| Palastvorplatz: Durbar Square in Bhaktapur I |
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| Palastvorplatz: Durbar Square in Kathmandu |
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| Einer von vielen Tempeln in Bhaktapur |
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| Palastvorplatz: Durbar Square in Bhaktapur II |
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| Ne Schippe Kies mit einem Schluck Teer darüber und schon ist das Schlagloch weg (zumindest bis der nächste Laster kommt) |



















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