Nach dem Grenzübergang, zurück in Syrien, gings zunächst nochmals nach Damaskus. Wir wollten ein weiteres Mal durch die Souqs streifen und ich habe mich dort für den Iran eingekleidet! Der Camping in Damaskus ist wirklich o.k., würden da nicht jeden Abend neue Riesentruppen von italienischen Wohnmobilen einlaufen. Mindestens 10-15 Stück und der ganze Platz ist voll. Eine sehr sympathische französische Familie ist auf dem Platz zweimal umgezogen, weil sie jeweils so eingeparkt waren, dass von Privatsphäre keine Rede mehr war.
Da wir in Syrien immer wochenweise Dieselsteuer zahlen müssen, haben wir für die zweite Durchfahrt noch eine Woche eingeplant, in der wir noch Klöster und Kreuzritterburgen besichtigten und den christlicheren Norden erkundet haben. Auch hier war es wieder bergig und das Monster hat so manche Pässe erklommen. Außerdem wollten wir noch ans Meer.
Eine richtig schlimme Nacht hatten wir dann in Latakkia am Meer. Nachdem wir eine Notreparatur an unserem Bremszylinder in einer kleinen Werkstatt hatten, wurde es schon dunkel, als wir dort einfuhren. Wir hatten eigentlich vorgehabt, uns einen Platz am Strand zu suchen und wir fanden ganz in Strandnähe einen großen Parkplatz eines Sportzentrums mit Toiletten, Rasenfläche und Palmen und fragten, ob wir dort schlafen dürften. War kein Problem. Womit wir nicht gerechnet hatten war, dass dies das erste Ramadanwochenende war. Ca. 11/2 Stunden nach uns kamen Horden von Autos, Mofas und picknickwilligen Großfamilien! Es war die ganze Nacht hell, laut und schwülheiss!! Wir haben kein Auge zugetan. Den Tag am syrischen Meer haben wir uns daraufhin geschenkt und sind gleich noch über die Grenze in die Türkei.
Dort machen wir gerade einen „Kurzurlaub“ Nähe Antakya am Meer. Unsere Iranvisa kommen demnächst – wir mussten sie auf einen früheren Zeitpunkt umbestellen, da wir ja jetzt nicht nach Ägypten fahren – und ein neuer Bremszylinder ebenfalls, uns ist das mit der Notreparatur zu unsicher, vor allem, wenn wir jetzt RT Iran unterwegs sind. Wir haben hier Meer, Pool, Palmen, Berge und einen Wachhund, der auf uns aufpasst! Es gibt durchaus schlimmere Orte, um ein paar Tage festzuhängen. Hier sind wir auch mal nicht alleine und wir geniessen es mal wieder gemeinsam mit anderen Reisenden Tage und halbe Nächte durchzuquatschen.
Anfang nächster Woche geht es weiter in die Osttürkei. Dort werden wir uns auch Zeit lassen, damit wir möglichst wenig Ramadanzeit im Iran haben. Wir freuen uns auf höhere Orte und damit tiefere Temperaturen. Tags ist es noch sehr heiss, immerhin kann man nachts wieder schlafen.
Soviel für heute.
Entspannte Sommergrüße von
Heidi
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| Hier plärrt der Muezin persönlich |
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| Leckerer "Saftladen" |
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| Cooler Kelch und bereits einige tausend Jahre alt (Museum von Damaskus) |












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