Montag, 9. Juli 2018

12 - Tibet - das Dach der Welt



Die Einreise nach China dauert 2 Tage, sagte man uns. Personenkontrolle, Gepäckkontrolle, TÜV fürs Auto, chinesische Autonummer, Führerschein, Fahrzeugröntgen, … Wir machen uns in Nepal also um 7.30 Uhr auf, um die Gruppe mit den 200 Indern noch zu überholen. Unser chinesischer Guide Shang und unser tibetischer Guide Tashi warten schon auf uns und – oh Wunder – in 2 h sind wir drin.

Und schon geht’s bergauf, erste Nacht auf 3000m, die zweite auf 4000m und wir schnappen nach Luft. Didi hat Kopfweh und schläft schlecht und ich habe das Gefühl mir sprengt es die Schädeldecke weg. So legen wir erst mal einen Ruhetag ein. Dann geht’s über die ersten 5000er Pässe. Zum Glück geht’s uns allen schon besser und wir fahren zum Everest Base Camp auf 5200m. Und haben wieder Glück – die Sicht ist super, was um diese Jahreszeit eher selten ist.

Tibet, das Dach der Welt. Wir werden 17 Tage über 3700m sein, die letzte Woche sogar immer über 4500m. Unsere höchste Nacht ist auf 4800m. Der höchste Salzsee ist beispielsweise eine Station oder warme Quellen. Und Klöster natürlich. Obwohl wir jeden Tag fitter werden, schnaufen wir bei Anstrengung doch heftig und die Autos lassen manche schwarze Rauchwolke ab. Aber alle fahren und die Standheizung tut sogar auf höchster Höhe. Die Hochtäler sind atemberaubend, irgendwann sind wir überzeugt es gibt gar keine Welt mehr unter 4000m.

In Lhasa und Shigatse sind wir jeweils mehrere Tage. Der gelebte Buddhismus beeindruckt uns sehr. Pilger, die sich hinwerfen, aufstehen, hinwerfen und so große Strecken zurücklegen, Gebetsmühlen drehende Leute, die Gebetswege um Klöster gehen. All die Rituale in den unzähligen Klöstern, die wir besichtigen. Tashi erklärt uns viele Einzelheiten, überhaupt haben wir großes Glück mit unseren Guides, sie sind beide super.

Das Beerdigungsritual ist für uns unvorstellbar: 90% der Tibeter werden nach ihrem Tod zu einem meist hoch gelegenen Tempel gebracht, von einem Mönch in Anwesenheit der Angehörigen in kleinste Teile zerstückelt und innerhalb von ca 20 min von Geiern aufgefressen. Es gibt wohl Touristen, die diesem Ritual schon beiwohnen durften – wir haben gerne verzichtet.

Zu sehen, wie die Chinesen die Tibeter kontrollieren ist hart und es fällt uns schwer, noch offen für Chinesen und den Rest von China zu sein.

    Die ersten Meter in Tibet

Buddhistische Stupa

Beim Würfelspiel auf der Strasse


Yak  mit dickem Fell am Everest Basecamp

Mount Everest - der höchste Berg der Welt 

am Basecamp auf 5200m Höhe



Kloster in Shigaze

Gebetsfahnen
Ladenbesitzerinnen beim Fleischverkauf
Festung
im Tempel
im Kloster - hier treffen sich die Mönche zu Gebetszeremonien



Yakscheiße - gibt schön warm im Winter


Gläubige Bddhisten beim Gebet vorm Kloster in Lhasa
Klosteranlage in Lhasa
der Potalapalast - leider ohne Dalai Lama
der Potalapalast in Lhasa bei Nacht
Mönche beim debattieren mit ihren Lehrern
und immer im Uhrzeigersinn drehen



Nicht immer geht die Abkürzung schneller



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