Die
Einreise nach China dauert 2 Tage, sagte man uns. Personenkontrolle,
Gepäckkontrolle, TÜV fürs Auto, chinesische Autonummer, Führerschein,
Fahrzeugröntgen, … Wir machen uns in Nepal also um 7.30 Uhr auf, um die Gruppe
mit den 200 Indern noch zu überholen. Unser chinesischer Guide Shang und unser
tibetischer Guide Tashi warten schon auf uns und – oh Wunder – in 2 h sind wir
drin.
Und
schon geht’s bergauf, erste Nacht auf 3000m, die zweite auf 4000m und wir
schnappen nach Luft. Didi hat Kopfweh und schläft schlecht und ich habe das
Gefühl mir sprengt es die Schädeldecke weg. So legen wir erst mal einen Ruhetag
ein. Dann geht’s über die ersten 5000er Pässe. Zum Glück geht’s uns allen schon
besser und wir fahren zum Everest Base Camp auf 5200m. Und haben wieder Glück –
die Sicht ist super, was um diese Jahreszeit eher selten ist.
Tibet,
das Dach der Welt. Wir werden 17 Tage über 3700m sein, die letzte Woche sogar immer
über 4500m. Unsere höchste Nacht ist auf 4800m. Der höchste Salzsee ist
beispielsweise eine Station oder warme Quellen. Und Klöster natürlich. Obwohl
wir jeden Tag fitter werden, schnaufen wir bei Anstrengung doch heftig und die
Autos lassen manche schwarze Rauchwolke ab. Aber alle fahren und die
Standheizung tut sogar auf höchster Höhe. Die Hochtäler sind atemberaubend,
irgendwann sind wir überzeugt es gibt gar keine Welt mehr unter 4000m.
In
Lhasa und Shigatse sind wir jeweils mehrere Tage. Der gelebte Buddhismus
beeindruckt uns sehr. Pilger, die sich hinwerfen, aufstehen, hinwerfen und so
große Strecken zurücklegen, Gebetsmühlen drehende Leute, die Gebetswege um
Klöster gehen. All die Rituale in den unzähligen Klöstern, die wir besichtigen.
Tashi erklärt uns viele Einzelheiten, überhaupt haben wir großes Glück mit
unseren Guides, sie sind beide super.
Das
Beerdigungsritual ist für uns unvorstellbar: 90% der Tibeter werden nach ihrem
Tod zu einem meist hoch gelegenen Tempel gebracht, von einem Mönch in
Anwesenheit der Angehörigen in kleinste Teile zerstückelt und innerhalb von ca
20 min von Geiern aufgefressen. Es gibt wohl Touristen, die diesem Ritual schon
beiwohnen durften – wir haben gerne verzichtet.
Zu
sehen, wie die Chinesen die Tibeter kontrollieren ist hart und es fällt uns
schwer, noch offen für Chinesen und den Rest von China zu sein.
Die ersten Meter in Tibet
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Beim Würfelspiel auf der Strasse
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Yak mit dickem Fell am Everest Basecamp
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| Mount Everest - der höchste Berg der Welt |
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am Basecamp auf 5200m Höhe
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Kloster in Shigaze
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| Gebetsfahnen |
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| Ladenbesitzerinnen beim Fleischverkauf |
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| Festung |
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| im Tempel |
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| im Kloster - hier treffen sich die Mönche zu Gebetszeremonien |
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| Yakscheiße - gibt schön warm im Winter |
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| Gläubige Bddhisten beim Gebet vorm Kloster in Lhasa |
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| Klosteranlage in Lhasa |
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| der Potalapalast - leider ohne Dalai Lama |
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| der Potalapalast in Lhasa bei Nacht |
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| Mönche beim debattieren mit ihren Lehrern |
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| und immer im Uhrzeigersinn drehen |
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| Nicht immer geht die Abkürzung schneller |
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